Informationen aus der Kartoffelbranche März 2010

12.03.2010

Die Vermarktung der noch vorhandenen Kartoffelvorräte aus der Ernte 2009 erfordert weiterhin ein grosses Engagement aller Marktpartner. Anlässlich der letzten Telefonkonferenz des PGK-Vorstands wurde in diesem Zusammenhang auch die Ausgangslage für die Vermarktung neuerntiger Importkartoffeln diskutiert und in der Folge das vom Handel vereinbarte "Gentlement-Agreement" wie folgt angepasst:

  • Um eine reibungslose Vermarktung von qualitativ einwandfreier Inlandware zu gewährleisten haben sich die Grossverteiler dazu bereit erklärt, die Importkartoffeln eine Woche später als ursprünglich geplant - das heisst erst ab Woche 12 - ins Sortiment aufzunehmen.
  • Dem Detailhandel wird empfohlen, die neuerntigen Importkartoffeln prioritär lose bzw. im Offenverkauf anzubieten. Der Detailhandel will seinerseits auf Aktionen mit Importkartoffeln verzichten.
  • Um Marktstörungen zu vermeiden soll die Einfuhr von Patatli und Baby-Kartoffeln zum Kontingentszollansatz (KZA) ebenfalls auf die Zeit ab 22. März hinausgeschoben werden.
Wir möchten Sie nochmals an die restriktive Haltung des BLW in Bezug auf allfällige Anträge für Zusatzkontingente erinnern. In Anbetracht der noch weitreichenden Lagerbestände aus der Ernte 2009 und auch, weil der Bund die Marktentlastungsmassnahmen ausnahmsweise noch einmal finanziell unterstützte, ist das BLW grundsätzlich nicht gewillt, auf allfällige Anträge für zusätzliche Importkontingente zum KZA für den Speisekartoffelmarkt einzutreten.

Wir rufen deshalb alle Kartoffelimporteure dazu auf, ihre Kontingentsanteile ab Woche 12 optimal und möglichst haushälterisch einzusetzen.

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