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«Lebendiger Obstgarten»

Eine Initiative für ökologisch wertvollen Obstanbau in der Schweiz.

Video link: Video Lebendiger Obstgarten

Förderung von Nützlingen zur natürlichen Schädlingsbekämpfung

Entweder verspeisen die Nützlinge die Schädlinge oder sie beuten sie als Wirt aus. Beispiel: Die kleine Blutlauszehrwespe Aphelinus mali legt ihre Eier in die Apfelblutlaus, wo sich die Larve entwickelt und schliesslich den Tod der Laus verursacht.

Bei der Verwirrungstechnik werden in den Obstanlagen Pheromene (Lockstoffe, die das weibliche Sexualhormon simulieren) ausgebracht, damit die männlichen Tiere die Weibchen nicht mehr lokalisieren und befruchten können. Dadurch wird die Schädlingspopulation erheblich dezimiert. Der Einbezug von Klima- und Wetter- sowie biologischen Daten ist ein weiteres wichtiges Instrument in der Kulturführung. Das Gleiche gilt für das Zusammennehmen und Vermulchen des Laubs nach dem Blattfall im Herbst, was zu einer Reduzierung des Schorf-Inokulums führt.

Anzahl Hektar im 2020: 528

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Reduktion des Einsatzes von synthetischen Pflanzenschutzmitteln

Die Gesundheit der Bäume ist wichtig, damit die Obstgärten bis zu 20 Jahre viele gesunde Früchte tragen.

Daher ist es wichtig, die Bäume und Früchte vor Krankheiten und Schädlingen zu schützen, welche sie gefährden können. Der Einsatz von synthetischen Fungiziden ist gerade zu Beginn der Vegetation ein wichtiges Instrument. Ab Mitte Juni bis zur Ernte setzen die Produzentinnen und Produzenten jedoch nur noch Pflanzenschutzmittel ein, welche auch im biologischen Landbau verwendet werden.

Anzahl Hektar im 2020: 406

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Förderung der mechanischen Unkrautbekämpfung

Es wird noch eine Weile dauern, bis selbstfahrende Roboter das Unkraut in den Obstgärten beseitigen.

Bis es soweit ist, setzen die Produzentinnen und Produzenten auf die mechanische Unkrautbekämpfung mittels Hackgeräten am Traktor. Diese Massnahme ist sehr zeit- und kostenaufwendig und stellt somit auch eine grosse Herausforderung dar. Die Beseitigung der Unkräuter ist unverzichtbar, da sie den Obstbäumen einiges an Nährstoffen und Wasser rauben.

Anzahl Hektar im 2020: 39

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Ausbau der Biodiversität

Ohne Bienen keine Früchte. Aus diesem Grund schaffen die Produzentinnen und Produzenten optimale Lebensräume insbesondere auch für Wildbienen.

Das Anlegen von Blumenwiesen und Buntbrachen oder das Pflanzen von Hecken fördern die Artenvielfalt. Zur Eindämmung der Wühlmauspopulation, welche die Wurzeln der Bäume abnagen, werden Vogelhäuschen und Sitzstangen für Raubvögel oder Steinhaufen für Hermeline angelegt.

Anzahl Hektar im 2020: 375

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Verbesserung der Bodenaktivität

Mit dem Einsatz von Kompost und organischem Dünger wird der Humusgehalt gefördert und die biologische Aktivität des Bodens verbessert.

Viele Fragestellungen rund um die Wechselwirkungen im Boden bleiben immer noch offen. Daher arbeiten die Produzentinnen und Produzenten aktiv in den regionalen Arbeitsgruppen zur «Verbesserung der Bodenaktivität» mit.

Anzahl Hektar im 2020: 284

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Reduktion des Wasserverbrauchs in der Bewässerung

Dank dem Einsatz von neuen Technologien kann der Wasserverbrauch in den Obstgärten signifikant gesenkt werden.

Die Wasserzufuhr erfolgt mittels einer sogenannten Tröpfchenbewässerung und ist genau auf den Bedarf der Obstbäume zum jeweiligen Vegetationszeitpunkt abgestimmt. Die Wasserverluste durch Verdunstung und Versickerung werden damit minimiert und die Effizienz massiv gesteigert. Der Einsatz von Instrumenten zur Entscheidungshilfe, wie zum Beispiel Tensiometer-Sonden, mit denen das verfügbare Wasser im Boden gemessen wird, ermöglicht ein gezieltes und effizientes Bewässerungsmanagement.

Anzahl Hektar im 2020: 362

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