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News vom 05.07.2021

Bei Union-Fruits fenaco beginnt die Aprikosensaison

Aprikosen sind hinsichtlich Klima heikel. Sie blüht früh und mag Spätfröste überhaupt nicht. Besonders in diesem Frühjahr hatten die Produzent immer wieder mit Frost zu kämpfen. Trotz aller Bemühungen waren die Frostschäden in allen Regionen des Wallis weit verbreitet. Die erwartete Ernte wird die kleinste seit vielen Jahren sein (etwa 25 % einer normalen Ernte).

97 % der Schweizer Aprikosen werden im Wallis angebaut. Das sind rund 50 % des Schweizer Konsums. Dank der Staffelung vieler neuer Sorten vermarktet die Union-Fruits fenaco Aprikosen von Anfang Juli bis Ende August. Die Lagerzeit von Aprikosen variiert zwischen fünf und zehn Tagen.

Bemerkenswert: Die Aprikose stammt aus der Mandschurai und gelangte vermutlich mit den alten Römern nach Vorderasien und weiter in unsere Region. Die alten Römer nannten die Aprikose «malus praecox», die Frühreife.

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News vom 01.07.2021

Wasser sparen, durch gezielte Tropfbewässerung

Paul-Marie Dorsaz hat auf den verschiedenen Parzellen seines Obstgartens in Fully (VS) ein Tropfbewässerungssystem eingerichtet. Zudem legt er grossen Wert auf die Stimulierung der Bodenaktivität.

In seiner 18 Hektar grossen Apfelplantage, die er auf mehreren Parzellen in der Gemeinde Fully im Kanton Wallis bewirtschaftet, kontrolliert Paul-Marie Dorsaz die Feuchtigkeit des Bodens am Fuss der Bäume. Obwohl die Sonne schon seit einigen Tagen scheint, ist der Boden unter seinen Apfelbäumen feucht. Dies ist dem von ihm installierten Tropfbewässerungssystem zu verdanken. Der perforierte Schlauch ermöglicht eine punktuelle und höchst effiziente Bewässerung. «Die Wahl dieses Systems ermöglicht es uns, Wasser zu sparen. Das ist angesichts des Klimawandels immer wichtiger», erklärt er.

Um ihm bei seinen Entscheidungen zu helfen, verwendet Paul-Marie Dorsaz tensiometrische Sonden, die die Verfügbarkeit von Wasser im Boden messen. «Anhand der Messwerte, die die Sonden liefern, kann ich den optimalen Zeitpunkt für den Start der Bewässerung bestimmen und dann die Häufigkeit der Anwendung und die Menge bzw. Dauer anpassen. Indem wir die Wasserversorgung der Pflanzen entsprechend planen, begrenzen wir die Wasserverluste», sagt er.

Organisches Material zur Versorgung des Bodens
Um die biologische Aktivität des Bodens zu verbessern und den Gehalt an organischer Substanz im Boden zu erhalten, bringt  der Walliser Produzent Kompost oder organischen Dünger aus. Für Paul-Marie Dorsaz sind «all diese technischen Mittel Teil der Landwirtschaft von morgen.»

 

Schauen Sie den Bericht über Paul-Marie Dorsaz an.

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News vom 24.06.2021

«Die Förderung der Biodiversität ist ein integraler Bestandteil meiner Kulturführung»

Nistkästen für Turmfalken und Schleiereulen, sowie Steinhaufen zum Schutz von Hermelinen sind in der Nähe der Apfelbäume von Luc Bidaux in Grens (VD) installiert. Diese Tiere spielen eine wichtige Rolle beim Schutz der Obstgärten vor Nagetieren.

Um die Artenvielfalt auf seinem Betrieb in Grens oberhalb von Nyon (VD) zu erhöhen, hat Luc Bidaux mehrere Massnahmen zur Förderung von Ressourcen- und Lebensräumen für Insekten und nützliche Tiere umgesetzt. Diese spielen eine grosse Rolle beim Schutz der Obstanlagen vor Schädlingen. In Zusammenarbeit mit dem regionalen Ökologischen Netzwerk hat er Nistkästen für Turmfalken und Schleiereulen angebracht. Die Vögel sind von unschätzbarem Wert im Kampf gegen Wühlmäuse. «Diese Nagetiere können in Obstanbau grosse Schäden verursachen, indem sie die Wurzeln fressen und die Kronen der Bäume angreifen», erklärt Luc Bidaux.

Raubvögel jagen im Herbst und Winter in den Obstkulturen. Sobald die Hagelnetze geöffnet sind und sie daran gehindert werden, ihren Kampf gegen Wühlmäuse fortzusetzen, können die Hermeline diese Arbeit übernehmen. «Dieses kleine Tier kann eine grosse Anzahl von Wühlmäusen verzehren und so einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Wühlmäuse leisten», sagt der Waadtländer Obstproduzent. Um sie zur Ansiedlung zu bewegen, hat er am Rande des Obstgartens Steinhaufen aufgestellt, in denen die Hermeline eine geschützte Unterkunft finden.

In den Obstgärten ist ein kontinuierliches Summen zu hören. Engagiert und fleissig sammeln die Bienen den Nektar. Wie die meisten Obstproduzenten hat Luc Bidaux mehrere Bienenstöcke installiert, um eine optimale Bestäubung seiner 10 Hektar Obstbäume zu gewährleisten. Die Förderung der Artenvielfalt ist ein integraler Bestandteil seiner Massnahmen, um die Pflanzen zu schützen.

 

Schauen Sie den Bericht über Luc Bidaux an.

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News vom 17.06.2021

Mechanische Unkrautbekämpfung erfordert viel Präzision und mehr Zeit

Mit einem Traktor und einem Geräteträger, der mit Rädern mit Kunststofffingern oder -scheiben ausgestattet ist, praktiziert Patrick Monnard die mechanische Unkrautbekämpfung. Diese kosten- und zeitintensive Methode wird als Alternative zum Einsatz von Herbiziden eingesetzt.

In seinen Obstanlagen in Etoy (VD) manövriert Patrick Monnard seinen Traktor mit großer Präzision zwischen den Baumreihen. Alles geschieht innerhalb von wenigen Zentimetern, um das Unkraut unter den Apfelbäumen zu entfernen, ohne die Stämme zu berühren. Seit einigen Jahren setzt der Waadtländer Obstproduzent in seiner 25 Hektar großen Obstplantagen mechanische Unkrautbekämpfung ein. «Diese Technik erfordert eine gute Kenntnis der Technik und viele Arbeitsstunden», erklärt Patrick Monnard. Die Häufigkeit der Durchfahrten hängt stark von den Witterungsbedingungen und der Wachstumsgeschwindigkeit des Unkrauts ab. Mit seinem Traktor macht er während der Saison zwischen 4 und 6 Durchgänge.  

Aufgrund des hohen Zeit- und Kostenaufwands und der Komplexität der Tätigkeit macht die mechanische Unkrautbekämpfung nur 10 % der im Programm Lebendiger Obstgarten registrierten Flächen von Monnard aus. Die Durchführung, sowie die Art und Anzahl der benötigten Werkzeuge variieren stark, je nach Eigenschaften der Obstanlage, der Boden- und Unkrautart sowie den klimatischen Bedingungen.

Die Obstproduzenten versuchen jedoch, den Einsatz von Herbiziden zu reduzieren, indem sie chemische und mechanische Methoden abwechseln. Für Patrick Monnard kommt ein Rückschritt heute nicht mehr in Frage: «Ich setze die mechanische Unkrautbekämpfung fort, weil ich im Laufe der Jahre Erfahrungen sammeln konnte, die es mir erlauben, eine gleichwertige oder sogar bessere Arbeit zu leisten, als ich sie früher mit chemischen gemacht habe».


Schauen Sie den Bericht über Patrick Monnard an.

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News vom 10.06.2021

« Es ist wichtig, Alternativen zu synthetischen Pflanzenschutzmitteln zu finden »

In seinen Obstgärten in Prangins am Ufer des Genfersees wendet Reynald Pasche seit 5 Jahren die RPS-Strategie (Reduktion synthetischer Pflanzenschutzmittel) an. Von Mitte Juni bis zur Ernte verwendet er ausschließlich Bio-Produkte.

«Schorf ist die Hauptkrankheit der Apfelbäume. Sie wird durch einen Pilz verursacht, der bräunlich-schwarze Flecken und Läsionen auf der Oberfläche der Blätter und Früchte hervorruft und den Ertrag drastisch reduzieren kann», erklärt Reynald Pasche, der in der Gemeinde Prangins einen 47 Hektar grossen gemischten Betrieb besitzt (darunter 9,5 Hektar Obstgärten). Der Waadtländer Produzent baut die Apfelsorten Golden, Gala, Tentation, Jazz und Pink Lady sowie die neue<s>n</s> rotfleischige Apfelsorte Kissabel an.

Sobald die Primärinfektion des Schorfes gegen Mitte Juni vorüber ist, verwendet der Obstproduzent für seine schorffreien Parzellen nur noch Fungizide und Insektizide, die im ökologischen Landbau erlaubt sind. Diese Strategie ermöglicht es<s>, </s>den Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren. Jedoch erfordert diese Praxis, damit bei Bedarf jederzeit reagiert werden kann, eine erhöhte Überwachung der Kulturen. In der Tat hängt das Risiko von Sekundärinfektionen massgeblich vom Befalls druck der Primärinfektionen ab. «Der Einsatz von Bio-Produkten ist auch anspruchsvoller: Die Wirkung und Regenbeständigkeit ist geringer, die Wirkungszeit kürzer und das Aufbereiten und Mischen aufwändiger. Die Kosten für diese Massnahme sind aufgrund des Produktepreises, aber auch aufgrund der notwendigerweise grösseren Anzahl der Behandlungen höher.  Ausserdem besteht ein erhöhtes Risiko für Lagerkrankheiten», betont Reynald Pasche.

Auf dem Weg zu einer Bewertung dieses Mehrwerts
Diese Strategie wird technisch überwacht und einzelne Parzellen können bei Bedarf aus dem Programm genommen werden. «Im Jahr 2020 musste ich von den 9,5 Hektar, die ich bewirtschafte, 1,5 Hektar zurücknehmen, weil der Primärschorfbefall zu hoch war», sagt er.

Um das Risiko aufzuteilen werden Erzeuger, die diese Massnahme auf ihrem Betrieb durchführen, seit 2016 finanziell unterstützt. «Ich möchte dieses Programm fortsetzen, weil ich es für wichtig halte, Alternativen zu synthetischen Pflanzenschutzmitteln zu finden und hoffe, dass sich Absatzmärkte finden lassen, die diesen Mehrwert finanziell honorieren», schliesst Reynald Pasche.  

 

 

Schauen Sie den Bericht über Reynald Pasche an.

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News vom 03.06.2021

Nützliche Insekten wie Raubwanzen und Ohrwürmer sind Verbündete im Obstgarten

In Büron im Kanton Luzernschützt und fördert Christian Steiger Nützlinge in seinen Obstgärten, um den Bedarf an Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.

In den Reihen den blühenden Birnenbäumen haben Christian Steiger und sein Sohn soeben mit Holzwolle gefüllte Ton-Töpfe aufgestellt. Diese dienen den Ohrwürmern als Unterschlupf. Ohrwürmer und Blumenwanzen sind wertvolle Helfer bei der Bekämpfung des Hauptschädlings der Birnen – dem Birnblattsauger. « Um diesen schlimmen Schädling, der bei den Früchten grosse Schäden verursacht, zu bekämpfen wählen wir nützlingsschonende Pflanzenschutzmittel und verbessern gleichzeitig im Obstgarten den Lebensraum für die Blumenwanze. So können wir diesen Nützling aktiv unterstützen und fördern », erklärt der Luzerner Obstproduzent.

In Büron betreibt Christian Steiger einen Betrieb mit 13 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche, wovon ca. 5 Hektar auf den Obstbau entfallen. Er baut zwei Hektar Kirschen, drei Hektar Äpfel und 30 Aren Birnen an. In seinen Obstgärten praktiziert er den Schutz und die Förderung von Hilfspflanzen Nützlingen. Grosse Aufmerksamkeit muss der Wahl der Insektizide gewidmet werden, um Nützlinge wie Aphelinus mali, Raubmilben, Raubwanzen, Blumenwanzen, Ohrwürmer, Flor- und Schwebefliegen, Zehr- und Schlupfwespen oder Marienkäfer zu erhalten. Es geht auch darum, deren Lebensraum zu verbessern und somit die Wiederansiedlung und das Wachstum der Nützlingspopulationen zu fördern.

Alternierendes Mähen
Um die Blumenwanzen in seiner Birnenplantage zu fördern, mäht Christian Steiger alternierend nur  jede zweite Reihe, um immer einen Teil des Grases hoch zu halten. Dies führt zu besseren Lebensbedingungen für die Blumenwanzen. Diese wiederum helfen dabei, die Birnblattsaugerpopulationen unter die Schadschwelle zu bringen. « Dank dieser Massnahmen reduzieren wir den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und fördern gleichzeitig die Biodiversität », sagt Christian Steiger. In Zukunft möchte der Luzerner, um die Schädlinge noch gezielter unter Kontrolle halten zu können, Nützlinge kaufen und in seinem Obstgarten kontrolliert freisetzen.  


Sehen Sie den Bericht über Christian Steiger

 

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