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News vom 17.06.2021

Mechanische Unkrautbekämpfung erfordert viel Präzision und mehr Zeit

Mit einem Traktor und einem Geräteträger, der mit Rädern mit Kunststofffingern oder -scheiben ausgestattet ist, praktiziert Patrick Monnard die mechanische Unkrautbekämpfung. Diese kosten- und zeitintensive Methode wird als Alternative zum Einsatz von Herbiziden eingesetzt.

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News vom 10.06.2021

« Es ist wichtig, Alternativen zu synthetischen Pflanzenschutzmitteln zu finden »

In seinen Obstgärten in Prangins am Ufer des Genfersees wendet Reynald Pasche seit 5 Jahren die RPS-Strategie (Reduktion synthetischer Pflanzenschutzmittel) an. Von Mitte Juni bis zur Ernte verwendet er ausschließlich Bio-Produkte.

«Schorf ist die Hauptkrankheit der Apfelbäume. Sie wird durch einen Pilz verursacht, der bräunlich-schwarze Flecken und Läsionen auf der Oberfläche der Blätter und Früchte hervorruft und den Ertrag drastisch reduzieren kann», erklärt Reynald Pasche, der in der Gemeinde Prangins einen 47 Hektar grossen gemischten Betrieb besitzt (darunter 9,5 Hektar Obstgärten). Der Waadtländer Produzent baut die Apfelsorten Golden, Gala, Tentation, Jazz und Pink Lady sowie die neue<s>n</s> rotfleischige Apfelsorte Kissabel an.

Sobald die Primärinfektion des Schorfes gegen Mitte Juni vorüber ist, verwendet der Obstproduzent für seine schorffreien Parzellen nur noch Fungizide und Insektizide, die im ökologischen Landbau erlaubt sind. Diese Strategie ermöglicht es<s>, </s>den Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren. Jedoch erfordert diese Praxis, damit bei Bedarf jederzeit reagiert werden kann, eine erhöhte Überwachung der Kulturen. In der Tat hängt das Risiko von Sekundärinfektionen massgeblich vom Befalls druck der Primärinfektionen ab. «Der Einsatz von Bio-Produkten ist auch anspruchsvoller: Die Wirkung und Regenbeständigkeit ist geringer, die Wirkungszeit kürzer und das Aufbereiten und Mischen aufwändiger. Die Kosten für diese Massnahme sind aufgrund des Produktepreises, aber auch aufgrund der notwendigerweise grösseren Anzahl der Behandlungen höher.  Ausserdem besteht ein erhöhtes Risiko für Lagerkrankheiten», betont Reynald Pasche.

Auf dem Weg zu einer Bewertung dieses Mehrwerts
Diese Strategie wird technisch überwacht und einzelne Parzellen können bei Bedarf aus dem Programm genommen werden. «Im Jahr 2020 musste ich von den 9,5 Hektar, die ich bewirtschafte, 1,5 Hektar zurücknehmen, weil der Primärschorfbefall zu hoch war», sagt er.

Um das Risiko aufzuteilen werden Erzeuger, die diese Massnahme auf ihrem Betrieb durchführen, seit 2016 finanziell unterstützt. «Ich möchte dieses Programm fortsetzen, weil ich es für wichtig halte, Alternativen zu synthetischen Pflanzenschutzmitteln zu finden und hoffe, dass sich Absatzmärkte finden lassen, die diesen Mehrwert finanziell honorieren», schliesst Reynald Pasche.  

 

 

Schauen Sie den Bericht über Reynald Pasche an.

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News vom 03.06.2021

Nützliche Insekten wie Raubwanzen und Ohrwürmer sind Verbündete im Obstgarten

In Büron im Kanton Luzernschützt und fördert Christian Steiger Nützlinge in seinen Obstgärten, um den Bedarf an Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.

In den Reihen den blühenden Birnenbäumen haben Christian Steiger und sein Sohn soeben mit Holzwolle gefüllte Ton-Töpfe aufgestellt. Diese dienen den Ohrwürmern als Unterschlupf. Ohrwürmer und Blumenwanzen sind wertvolle Helfer bei der Bekämpfung des Hauptschädlings der Birnen – dem Birnblattsauger. « Um diesen schlimmen Schädling, der bei den Früchten grosse Schäden verursacht, zu bekämpfen wählen wir nützlingsschonende Pflanzenschutzmittel und verbessern gleichzeitig im Obstgarten den Lebensraum für die Blumenwanze. So können wir diesen Nützling aktiv unterstützen und fördern », erklärt der Luzerner Obstproduzent.

In Büron betreibt Christian Steiger einen Betrieb mit 13 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche, wovon ca. 5 Hektar auf den Obstbau entfallen. Er baut zwei Hektar Kirschen, drei Hektar Äpfel und 30 Aren Birnen an. In seinen Obstgärten praktiziert er den Schutz und die Förderung von Hilfspflanzen Nützlingen. Grosse Aufmerksamkeit muss der Wahl der Insektizide gewidmet werden, um Nützlinge wie Aphelinus mali, Raubmilben, Raubwanzen, Blumenwanzen, Ohrwürmer, Flor- und Schwebefliegen, Zehr- und Schlupfwespen oder Marienkäfer zu erhalten. Es geht auch darum, deren Lebensraum zu verbessern und somit die Wiederansiedlung und das Wachstum der Nützlingspopulationen zu fördern.

Alternierendes Mähen
Um die Blumenwanzen in seiner Birnenplantage zu fördern, mäht Christian Steiger alternierend nur  jede zweite Reihe, um immer einen Teil des Grases hoch zu halten. Dies führt zu besseren Lebensbedingungen für die Blumenwanzen. Diese wiederum helfen dabei, die Birnblattsaugerpopulationen unter die Schadschwelle zu bringen. « Dank dieser Massnahmen reduzieren wir den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und fördern gleichzeitig die Biodiversität », sagt Christian Steiger. In Zukunft möchte der Luzerner, um die Schädlinge noch gezielter unter Kontrolle halten zu können, Nützlinge kaufen und in seinem Obstgarten kontrolliert freisetzen.  


Sehen Sie den Bericht über Christian Steiger

 

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News vom 27.05.2021

Schutz von Obstplantagen durch Erhaltung von Biodiversität und Umwelt

Seit über 20 Jahren wendet Olivier Comby verschiedene Methoden zur natürlichen Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen an und kann so den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduzieren.

In seiner Obstplantage in Saxon im Wallis überwacht und untersucht Olivier Comby sorgfältig seine Apfelbäume. An einigen Bäumen entfernt er akribisch von Hand die mit Mehltau befallenen Triebe: «Bei diesem Belag handelt es sich um einen Pilz, der vor allem die Blätter der Apfelbäume befällt und dadurch die Photosynthese reduziert, was einen deutlichen Ertragsrückgang verursachen kann. Auch die Qualität der Früchte kann davon beeinträchtigt werden. «Wir entfernen den Befall manuell und beseitigen diese Triebe aus der Parzelle, um das Infektionspotenzial zu reduzieren», erklärt der Walliser Obstbauer. Nebst den 15 Hektar Apfelbäumen bewirtschaftet er zudem 8 Hektar Birnen, 20 Hektar Aprikosen und 5 Hektar Weinreben.

Seit über 20 Jahren wendet Olivier Comby – sein Vater war einer der Pioniere im Wallis –verschiedene Methoden zur natürlichen Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen an, um den Einsatz von Pflanzenschutzmittel zu reduzieren. Neben dem Entfernen von Mehltautrieben führt er auch prophylaktische Massnahmen durch. Beispielsweise wird das Laub vor dem Winter zusammengenommen und zerkleinert um so das Schorfinfektionspotential für das nächste Jahr zu reduzieren. Kranke Bäume (mit Krebsgeschwüren, Phytoplasmen usw.) werden entfernt.

Die grösste Einsparung von Pflanzenschutzmitteln erzielt er mit der Verwirrungstechnik. Damit werden die Wickler (z.B. Obstmade) unter Kontrolle gehalten. «Diese spaghettiartigen roten Fäden geben synthetische Pheromone ab, die den Sexuallockstoff der Weibchen vortäuschen. So kann ein Gebiet mit einer Wolke aus weiblichen Pheromonen überzogen werden.  Dies macht es den Männchen praktisch unmöglich Weibchen für die Paarung zu finden», erklärt Olivier Comby.

Diese Bekämpfungsmethoden stellen eine viel geringere Umweltbelastung dar, als das gängige Spritzen mit Insektiziden. «Ich hoffe, dass wir in Zukunft noch mehr auf synthetische Pflanzenschutzmittel verzichten können, sei es durch biologische Alternativen oder durch den Anbau resistenter Sorten», so der Walliser Obstbauer.

 

Sehen Sie den Bericht über Olivier Comby

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News vom 27.04.2021

Bei fenaco Landesprodukte beginnt jetzt die Tomatensaison.

Ab Mitte April fast bis im November vermarktet fenaco Landesprodukte rund 1450 Tonnen Schweizer Tomaten.

Ab Mitte April fast bis im November vermarktet fenaco Landesprodukte rund 1450 Tonnen Schweizer Tomaten in allen Farben: Grün, Gelb, Rot, Orange und sogar Schwarz. Das Standardsortiment umfasst 10 verschiedene Sorten.

Tomaten bestehen zu 90 Prozent aus Wasser und haben daher einen dementsprechend tiefen Kilo-Kaloriengehalt. Sie werden roh und gekocht gegessen und enthalten viel Vitamin C, Mineralstoffe sowie Karotin.

Übrigens: Damit sie ihr feines Aroma behalten, sollten Tomaten keinesfalls im Kühlschrank aufbewahrt werden.

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